24. Feb 2017

Nach dem frühen Zmorge fahren wir zuerst zum Piton de la Fournaise. Dieser 2500 Meter hohe aktive Vulkan steht in einem doppelten, weiten Krater steht. Manchmal kann man ihn besteigen, zur Zeit ist er aber wegen Aktivität gesperrt für Wanderer. Einer engen Schlucht entlang fahren wir auf den äusseren Kraterrand, dann geht es hinunter und über ein Aschefeld (Plaine des sables) gelangt man zum zweiten Kraterrand. Von dort aus geht es zu Fuss bis zum Nez Coupé de la Ste. Rose. Die Aussicht auf den Vulkankegel in der Mitte und die kleineren Schlote in der inneren Kraterebene ist umwerfend. Am Mittag sind wir bereits wieder an der Südküste und geniessen eine Assiette Créole am Strand. Danach fahren wir auf der N5 Richtung Norden in den Cirque de Cilaos. Die kurvenreiche Strasse erfordert viel Konzentration vom Fahrer und gute Nerven für alle Verkehrsteilnehmer, da man zum Teil nicht kreuzen kann, die Tunnels nur 3x3 Meter sind und auch rosa Linienbusse unterwegs sind. In Cilaos beziehen wir das kleine Zimmer und spazieren zum Apéro ins Dorf. Der "vin d'ici" ist trüb und schmeckt wie eine Mischung von Jerez und Porto. Zum Znacht gibt es Carri de crevettes (immer mit Reis, Gemüse und Linsen/Bohnen).

25. Feb 2017

Wieder sind wir zeitig unterwegs, weil es schnell heiss wird und sich die Bergspitzen mit Wolken verhüllen. Zuerst fahren wir zur "Roche merveilleuse", von wo aus man einen wunderbaren Blick auf Cilaos hat. Die ersten Familien sind schon hier und richten sich für das Picknick ein: Stühle, Tische, Grill, Kühlboxen, Hängematten, Spielzeug, ... Wir machen uns auf den "Sentier botanique" und landen nach 20 Minuten auf der Strasse. Also gehen wir zum Ausgangspunkt zurück und starten den Sentier in die andere Richtung. So kommen wir auf den richtigen Weg. Es hat viele Tafeln mit Erklärungen, aber wir sehen keine der beschriebenen Pflanzen. Die vielen gelben Stauden des sehr invasiven Zieringwer sind fremd auf La Réunion und sie werden bekämpft, indem man sie nach der Blüte ausreisst. Nach der botanischen Tour fahren wir nach Bras Sec, in einem Bogen nordöstlich von Cilaos. Zum Zmittag sind wir in Cilaos in der Crèperie "Instant Plaisir". Nachher fahren wir noch  die Strasse nordwestlich von Cilaos nach Îlets des Cordes, wo Reben und Linsen angebaut werden. Zum Znacht sind wir bei "Chez Noë" zur Soirée spéciale des grillades et Couscous. Livemusik spielt zum Buffett, danach wird getanzt. Auch als wir zurück ins Hotel kommen, ist die Samstagabend-Fête im Gang: laute Musik mit Gesang und das Publikum johlt Kommentare. Punkt zehn Uhr ist Schluss.

26. Feb 2017

Am Morgen früh mache ich einen Spaziergang durchs Dorf. Es wird gerade ein Markt mit lokalen Produkten wie Linsen, Wein, Honig und anderen Lebensmittel  aufgebaut, die Leute sind mit Baguettes unterwegs und am Mare de Jonc werden die Snack-Buden für das Sonntagspublikum vorbereitet. An der Kirche ist alles weiss und hellblau, sogar die Scheiben. Oberhalb der Kirche steht das halbverfallene Thermal-Hotel, daneben sind die Thermalbäder und die Quelle, wo Mineralwasser in Flaschen abgefüllt wird. Zum Schluss umrunde ich den Weiher "Mare à Joncs". Nach dem Zmorge fahren wir noch einmal zur Roche Merveilleuse, um den wunderbaren Rundblick in den Cirque de Cilaos ohne Wolken zu sehen. Danach fahren wir über die 400 Kurven hinunter zum Meer und von St. Pierre dem Meer entlang nach Hermitage les Bains. Unser Hotelzimmer ist munzig: das Bett ist 1.40 Meter breit, rundherum sind vielleicht 40 Zentimeter Platz. Die Dusche ist gleichzeitig das Badezimmer. Wir machen einen Spaziergang zum Strand, wo alles voll ist mit Familien, die ihr Sonntagspicknick zelebrieren. Im Hotel gab es einen Brunch Créole, zu dem wohl viele Einheimische kommen. Den Nachmitag verbringt man dann am Pool mit Drinks. Eine Familie hat um fünf noch Champagner und Kuchen bekommen, bevor alle nach Hause gefahren sind. Wir essen im Hotel zum letzten Mal Carri de Camaron.